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Operationen - Animal Care Center

Die Narkose

Narkosen sind aus der Kleintiermedizin nicht mehr weg zu denken. Ob bei Standardbehandlungen wie Kastrationen (unten gehen wir näher darauf ein) oder nach Verletzungen, eine Narkose bedeutet für uns Routine, für unsere Patienten und Patientenhalter aber ist es ein aufregendes Unterfangen.

Darum haben wir einige Eckdaten für Sie zusammengefasst, damit Sie wissen, was auf Sie und Ihren Liebling zukommen kann.

Vor einer Narkose wird in der Regel ein Venenzugang gesetzt. Nur bei sehr nervösen oder „unkooperativen“ Tieren kann es notwendig sein, vor dem Braunüle setzen eine Beruhigungsspritze in den Muskel oder unter die Haut zu geben. Der Wirkungseintritt erfolgt dann später und unkontrollierter weshalb wir eine Verabreichung in die Vene bevorzugen. Im Regelfall ist das Venenzugang setzen aber problemlos möglich auch wenn das Tier dafür kurz fest gehalten werden muss. Alle weiteren Medikamente werden dann direkt in die Vene appliziert. Spätestens nach dem Einschlafen werden wir sie bitten, im Wartezimmer Platz zu nehmen.

Was passiert dann?
Ihr Tier wird intubiert und für die Operation vorbereitet, also an den nötigen Stellen rasiert, gewaschen und desinfiziert, in den Operationssaal gebracht und an EKG, Pulsoxymetrie (Sauerstoffmessung im Gewebe) und Kapnographie (CO2- Messung in der Atemluft) angeschlossen. Diese Parameter erlauben es, die Narkosetiefe gut einzuschätzen und konstant zu halten. Nach der erfolgten Operation wird Ihr Tier beobachtet, bis es wieder wach wird. Nach Hause geht’s aber frühestens wenn Ihr Tier selbst wieder gehen kann.

Jede Narkose birgt ein minimales Risiko. Sie können sich schon vor der Operation über dieses Risiko informieren indem Sie unsere Operationseinwilligung schon zuhause durchlesen bzw ausfüllen. Auch die Nachsorge wollen wir Ihnen bereits jetzt näher bringen. Alle wichtigen Fakten finden sie in unserem Nachsorgeblatt. Wir werden sie aber gerne auch persönlich informieren und beraten.


Download: Operationseinwilligung (pdf)

Download: Operationsnachsorge (pdf)



Welche Operationen bei uns angeboten werden?

Neben Standartoperationen wie Kastrationen, auf die wir unten im Text näher eingehen, bieten wir im animal-care-center auch Knochenchirurgie, Tumorchirurgie, Neurochirugie und Weichteilchirurgie an. Und verschaffen so Heilung bei:

 

Kastration Katze/Kater

Die Kastration der Katze ist gesetzlich vorgeschrieben. Prinzipiell können Kater und Katzen ab dem siebten Lebensmonat kastriert werden. Wir empfehlen aber besonders bei großen Rassen (wie Maine Coon oder Norwegische Waldkatze) so lange wie möglich mit der Kastration zu warten. Eine frühe Kastration begünstigt ein Auftreten von HD (durch verzögerten Epiphysenschluss).


Kastrationswunde direkt nach der Operation

Kastration Hündin

Die Kastration der Hündin wird kontrovers diskutiert. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Wägen Sie die Vor- und Nachteile für sich gut ab. Wir beraten Sie auch gerne! Sollten Sie sich für eine Kastration entscheiden ist der ideale Zeitpunkt ca. drei Monate nach der ersten Läufigkeit. Wir wenden eine minimal invasive Technik an bei der durch einen sehr kleinen Schnitt (siehe Foto) die Eierstöcke und die Uterushörner entfernt werden können. Im Regelfall sind keine Fäden zu ziehen weil wir die Wunde intrakutan verschließen.

 

 

Vorteile:

Nachteile:


Kastration Rüde

Auch beim Rüden gibt es Vor- und Nachteile, die erwogen werden sollten. Sollten Sie sich für eine Kastration entscheiden empfehlen wir Ihnen mindestens bis zum vollendeten ersten Lebensjahr zu warten. Eine zu frühe Kastration verzögert den Epiphysenschluss und steigert das Risiko von HD.

Vorteile:

Nachteile: